Während die Börse für die meisten Menschen ein Mittel zur privaten Altersvorsorge durch ETFs ist, versuchen sogenannte „Trader“ durch kurzfristige Positionen von kleinen Bewegungen der Börsenkurse zu profitieren. Das Trading ist deutlich risikoreicher als das langfristige Investieren, aber bietet die Chance ein kleines Nebeneinkommen zu generieren. Plattformen wie Finanzradar.de helfen Dir das Trading kostenfrei zu lernen. Wichtige Grundlagen zum Trading sind bereits hier im Ratgeber.
Was ist Trading überhaupt?
Trading meint das kurzzeitige Eröffnen und Schließen von Positionen an der Börse. Dabei können Aktien (bspw. Deutsche Telekom), Währungen, Kryptos, Anleihen und Rohstoffe gehandelt werden. Während man beim langfristigen Investieren eine Aktie über viele Jahre hält, beträgt die Haltedauer im Trading meist nur wenige Minuten bis Stunden.
Beispiel: Eine Aktie steht bei 100,00 €. Ein Trader könnte die Aktie kaufen und 30 Minuten später bei 100,50 € wieder verkaufen.
Da ein Trader nur von kleinen Kursschwankungen einer Aktie profitieren möchte, muss er zum einen viele Aktien kaufen (bspw. 1.000 Aktien), und zum anderen mehrere Trades am Tag umsetzen. Die meisten Daytrader probieren 2-5 Trades pro Tag.
Welche Märkte kann man traden?
Grundsätzlich kannst Du das Trading in allen bekannten Vermögenswerten umsetzen:
- Aktien wie bspw. Allianz, Telekom, SAP
- Währungen wie z.B. Euro vs. US-Dollar
- Kryptos wie Bitcoin, Ethereum & Co
- Rohstoffe wie bspw. Gold, Silber, Kupfer, Mais, etc.
- Indizes wie DAX, S&P500 und Nasdaq
- Anleihen wie die Deutsche Staatanleihe
Welche Finanzinstrumente nutzen Trader?
Das größte Problem der meisten Trader ist die zu geringe Kapitalisierung ihres Depots. Glücklicherweise gibt es viele Finanzprodukte, welche bereits mit wenig Einsatz viel Geld bewegen können. Im Börsenjargon wird hierbei von Hebelprodukten gesprochen, wobei CFDs, KO-Zertifikate, Futures und Optionen die bekanntesten Vertreter sind.
Beispiel: Ein Trader möchte Aktien im Wert von 20.000 € kaufen. Da er allerdings nicht so viel Geld aufbringen möchte, nutzt er ein Derivat (=Hebelprodukt) mit einem Hebel von 5. Der Trader muss nun lediglich 4.000 € Einsatz aufwenden, um eine Position von 20.000 € zu eröffnen.
Während Hebelprodukte auf den ersten Blick viele Vorteile mit sich bringen, sollte auch der große Nachteil beachtet werden: Ein Hebel wirkt in beide Richtungen! Falls Du eine Gewinnposition hast, dann multipliziert der Hebel Deine Gewinne; hast Du hingegen eine Verlustposition, so vervielfacht der Hebel Deine Verluste. Vor allem Anfänger unterschätzen einen Hebel oftmals und erleiden einen Totalverlust in ihrem Depot – sei vorsichtig!
Kann man beim Trading auf fallende Kurse setzen?
Da ein Trader nur kurzfristig eine Position hält, ist er nicht von steigenden Kursen abhängig, um Gewinne zu machen, sondern kann ebenfalls auf fallende Kurse setzen. In der Praxis wird dies als „Short Trading“ bezeichnet. Typischerweise werden gehebelte Derivate (siehe oben) genutzt, um Shorts umzusetzen.
Für Trader ist das „Shorten“ vor allem interessant, da die Kurse oftmals schneller fallen, als sie steigen. In einem kurzen Zeitraum kann hier ordentlich Geld verdient werden. Das Setzen auf steigende Kurse wird übrigens als „Long Trading“ bezeichnet.
Typische Anfängerfehler im Trading
Die meisten Anfänger lesen ein Trading-Buch oder schauen ein YouTube Video und gehen davon aus, dass sie nun Traden können. Wer hier direkt echtes Geld einsetzt, wird dies mit hoher Wahrscheinlichkeit schnell verlieren.
Tipp: Eröffne ein Demokonto und übe das Trading zunächst mehrere Wochen mit fiktivem Kapital.
Ein weiterer typischer Fehler ist das traden gegen einen Trend. Falls eine Aktie seit Monaten nur am steigen ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie auch weiter steigt! Während eine Long-Position sinnvoller ist, versuchen die meisten Anfänger einen Short zu eröffnen, um das Hoch perfekt zu treffen – leider klappt das so gut wie nie, weswegen große Verluste entstehen.
Hinweis: Trading ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar.





